Quelle rowohlt Verlag

Schwesterlein, komm stirb mit mir

Ein grausamer Mörder treibt in Düsseldorf sein Unwesen. Er schlachtet Frauen ab, die vorher Männer waren und inszeniert seine Schauplätze auf grauenvolle Art und Weise.
Der Ermittler Georg Stadler bittet die Psychologin Liz Montario um Hilfe. Diese scheint aber selbst mit einem Problem zu kämpfen: Drohbriefe und eine mysteriöse Vergangenheit werfen letztendlich mehr Fragen auf, als dass sie zur Lösung des Falles beitragen.
Viel mehr zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, zu leicht verrät man zu viel.

Karen Sander hat hier einen guten Thriller abgeliefert, allerdings nichts Herausragendes.
Er wird sich vermutlich in die Liste der von mir gelesenen Thriller einreihen, ohne sonderlich im Gedächtnis zu bleiben.
Die Story ist schön verwickelt und man erfährt erst langsam die ganze Tragweite des Falles. Das Rätselraten dauert jedoch für meinen Geschmack nicht lange genug, irgendwann beginnt man schon zu ahnen, was dahinter steckt. Das Motiv für die Morde war mir auch nicht ganz schlüssig genug, vielleicht nur, weil ich nicht akzeptieren will, dass es das Böse im Menschen auch einfach ohne Grund gibt.
Der Ermittler und die Psychologin werden anschaulich dargestellt, wirken sympathisch und zeigen menschliche Eigenschaften.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, nur an wirklicher Spannung mangelt es manchmal.
Da dies der erste Band einer Reihe ist, kann es gut sein, dass ich mir auch die anderen nochmal vorknöpfen werde, ohne jedoch gespannt entgegen zu fiebern (bis jetzt ist meines Wissens der zweite Band erschienen).

Ein solider Thriller für zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.

 

rororo; Auflage: 5 (1. August 2013)
400 Seiten, 9,99