Ney Sceatcher

Quelle: https://zeilengold-verlag.de/shop/dasspieldesdunklenprinzen/

17.5.2018

 

Ein Buch mit Potential, aber einigen Schwächen

 

Taija fällt völlig überraschned durch einen Spiegel in eine ihr unbekannte Welt. Sie landet in Eis und Schnee, alles erscheint unwirklich und irgendwann realisiert sie, dass sie im Reich der weißen Königin gelandet ist. Doch hier soll sie nicht lange bleiben, denn auch der dunkle Prinz hat großes Interesse an ihr. Letzten Endes wollen beide Herrscher nur Eines: Menschenkinder, die für sie beim Albtraumschach gegeneinander antreten können. Und so tauscht Taija eine eisige gegen eine dunkle Welt, in der sie sich allerhand Gefahren stellen muss.

 

So viel zum ersten Inhalt, und hier möchte ich auch schon gleich zum Knackpunkt kommen: Ich habe das Buch nur zur Hälfte gelesen, dies ist also eine Abbruchrezension und bezieht sich im Prinzip nur auf den von mir gelesenen Teil.

Der Grund, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe, war vor allem der Klappentext. Der Plot klingt spannend und die Idee dahinter gut. Die Autorin hat sich ein wenig an „Alice im Wunderland“ orientiert, es gibt eine ordentliche Portion Fantasy und das Ganze schien auch noch ein bisschen dürster zu sein. Eigentlich perfekt passend in meine liebsten Lesegewohnheiten. Auch das Cover gefällt mir sehr, ich hatte also große Erwartungen.

Diese wurden jedoch enttäuscht, was aber nicht heißt, dass dieses Buch genrell schlecht ist. Zum Einen würde ich es sowieso ziemlich anmaßend empfinden, ein Buch als „schlecht“ zu betiteln, zum Anderen sind die Geschmäcker verschieden und es war nur für mich nicht das Richtige.

Die Idee finde ich auch nach wie vor toll, Kinder als Stellvertreter bei einem gruseligen Schachspiel antreten zu lassen, gefällt mir (nur literarisch gesehen, natürlich ;-)).

Leider konnte mich die Stimmung aber gar nicht erreichen, irgendwie ging alles viel zu schnell und die Protagonistin wirkte weniger überrascht und erschüttert als ich. Dabei war sie es doch, die sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfand. Ich konnte dem Buch einfach nicht genug Tiefe und Emotionalität abgewinnen, um es zu Ende lesen. Es kam auch nicht das Gefühl auf, unbedingt wissen zu wollen, wie es ausgeht. Ein Ereignis reiht sich an das nächste, ohne dass ich als Leser in die Geschichte gefunden hätte.

Wer eine andere als die gewohnte Art der Fantasy mag, kann mit diesem Buch vielleicht glücklich werden, Potential hat die Geschichte in jedem Fall. Meins war es jedoch leider nicht. Dennoch wünsche ich der Autorin viel Glück und Erfolg damit.

 

Zeilengoldverlag, Taschenbuch und Ebook, 300 Seiten, April 2018