Xavier Müller

Das Steinzeitvirus

15.02.2022

Heyne

476 Seiten, Taschenbuch

 

Klappentext:

Kruger-Nationalpark, Südafrika: Von einem mysteriösen Virus befallen, mutiert ein Elefant innerhalb weniger Tage zu einer prähistorischen Spezies mit vier Stoßzähnen. Wenig später sind auch Affen, Zebras und andere Arten von der Epidemie betroffen. Während die französische Paläontologin Anna Meunier nach den Ursachen sucht, greift das Virus auf den Menschen über. Innerhalb weniger Tage wird die Zeit um Millionen Jahre zurückgedreht: Homo sapiens wird Homo erectus. Panik bricht aus in New York, Paris, Genf und bald auf der ganzen Welt angesichts dieser mit Fell überzogenen, stummen und unberechenbaren Gestalten. Meunier und ihr Team versuchen verzweifelt, die Regression der Menschheit zu stoppen. Und sie müssen sich die Frage stellen: Sind das noch Menschen oder Bestien, die es zu bekämpfen gilt?

Rezension:

Audiorezension:
Audiorezi Xavier Müller Das Steinzeitvir[...]
MP3-Audiodatei [5.8 MB]

 

Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr leicht gefallen, ich war schnell im Thema und von Beginn an liegt eine bedrohliche Stimmung über der Geschichte.

Viele Perspektiven und Schauplätze sorgen für ein schnelles Tempo und für Spannung, es blieb für mich jedoch übersichtlich und die Handlungen waren nachvollziehbar.

Bei diesem Thema ließ es sich wohl nicht vermeiden, dass Parallelen zu der aktuellen, realen Pandemie gezogen werden können, aber es zeigt sich schnell, dass das Steinzeitvirus mit Corona nicht zu vergleichen und ungleich schlimmer ist.

Die Idee zu der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, dass Menschen aufgrund eines Virus zu Zombies o.ä. mutieren, ist ja nicht neu, aber dass die gesamte Welt sich um Millionen Jahre zurückversetzt, habe ich so noch nicht gelesen.

Der Schreibstil ist eigenwillig und interessant, die Kapitel haben sehr unterschiedliche Längen und aufgelockert wird das Ganze immer mal wieder durch Tagebucheinträge, E-Mails, Einträge in sozialen Netzwerken usw. Mir hat dies sehr gut gefallen und es hat Spaß gemacht, so zu lesen.

Die Figuren wirken echt und selbst nach ihrer Verwandlung noch authentisch, ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

Das Ende ist passend und sogar ein bisschen emotional, auch dies hat mir gut gefallen.

Insgesamt regt dieses Buch zum Nachdenken an, weil es auch ethische Fragen aufwirft, in erster Linie hat es mich aber einfach gut unterhalten und ich empfehle es gerne weiter.

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