Samstag. Endlich Zeit für einen Kaffee und das Wochenende vor der Nase.

Ich mag meinen Job als Erzieherin in einer großen Kindertagesstätte. Wirklich.

Das Gewusel, die Kinder, die vielen unterschiedlichen Menschen und ihre Geschichten, die mich jeden Tag aufs Neue herausfordern.

Eigentlich finde ich auch meinen Namen ganz ok. Aber manchmal höre ich ihn am Tag gefühlte 1000 mal: Tanja, kannst du mal ... Tanja, ich muss mal ... Tanja, machst du mit mir... Tanja, ich will ...

 

Und ja, ich will manchmal auch.

Ich will manchmal einfach entspannen und nicht alle Ohren und Augen offen halten. Nicht nur im Job, sondern auch zu Hause. Hier geht es aber weiter, nur mit anderer Bennenung: Mama, ich will ...

Ihr wisst, was ich meine.

Und dann kommen noch die Dinge dazu, die ich mir zusätzlich ausgesucht habe:

Ein nebenberufliches Studium, ein großes Haus mit noch größerem Garten und natürlich auch genau diesen Bücherblog, auf dem ihr gerade den Beitrag lest. Viel, manchmal.

Selbst gewähltes Schicksal und eigentlich habe ich auch wirklich keinen Grund zum Jammern. Aber manchmal hätte ich eben doch gerne ein bisschen mehr davon:

 

Endlich Zeit für mich.

 

Und darum habe ich mich für  das Buch so interessiert, um das sich dieser Beitrag drehen soll. Um mich geht es nämlich gar nicht wirklich, ich wollte nur doch eben mal ein bisschen, na ja, jammern. Weil die Gelegenheit günstig ist :-)

Aber da handeln hilfreicher ist als reden, nun zum Buch bzw den Büchern:

 

 

"Autogenes Training - Entspannung und Meditationshilfe" von Kristina Timpe und dazu "Mein Tagebuch"

 

Autogenes Trainung habe ich während meiner Ausbildung mal gemacht, wir hatten damals eine kurze Einheit, die sich mit verschiedenen Entspannungsmöglichkeiten befasste. Auch wenn das schon 20 Jahre her ist, und ich das Ganze ziemlich aus den Augen verloren habe, so wusste ich dennoch, dass es mir gefiel,  gut funktionierte und ganz wichtig: Sich in einen vollen Tagesablauf relativ leicht integrieren lies.

 

Meine Erwartungen dazu wurden auch nicht enttäuscht, vorliegendes Buch bringt viele theoretische Informationen mit, aber vor allem auch praktische Möglichkeiten der Anwendung.

Genannte Infos wirken fundiert, hat die Autorin doch mehrere Ausbildungen im medizinischen und heilpraktischen Bereich vorzuweisen.

Geschrieben ist das Ganze dennoch so, dass es auch für Laien verständlich und angenehm zu lesen ist. Aufgelockert wird das Buch durch ansprechende und anschauliche Bilder.

 

Nach dem theoretischen Basiswissen erklärt die Autorin die Durchführung und gibt passende Tipps, bevor sie in die verschiedenen Stufen des Autogenen Trainings einsteigt. Auch Kontraindikationen und Hindernisse klammert sie nicht aus, was ich als sehr professionell empfinde (genauso übrigens, wie die Literaturliste am Ende des Buches).

 

Ich habe selbst gerade erst angefangen, einzelne Übungen auszuprobieren, aber schon jetzt machen sie Spaß und ich gehe davon aus, dass sich damit die Ziele des Autogenen Trainings (die ebenfalls von der Autorin aufgeführt werden) gut erreichen lassen.

 

Ein sehr schönes Hilfsmittel dafür ist auch das zugehörige Tagebuch, welches reichlich Raum für eigene Notizen bietet, angeleitet durch passende Fragestellungen und eingestreute Tipps.

 

Wie immer gilt natürlich auch hier: Ziele erreicht man nicht allein durch das Lesen eines Buches. Mitarbeit ist erforderlich, wenn man Gewünschtes erreichen möchte, aber die beiden Werke von Kristina Timpe sind zumindest ein guter Helfer auf diesem Weg. Ich werde in nächster Zeit noch weiter damit arbeiten, denn das Wichtigste klappt tatsächlich: Viel Zeit braucht man wirklich nicht dafür. Wenn man das Prinzip verstanden hat, reicht eine Viertelstunde täglich, und die wird sich irgendwo freischaufeln lassen.

 

Wenn ihr mehr über die Autorin und ihren Ansatz zum Autogenen Training erfahren möchtet, schaut doch gerne auf ihrer Facebook-Seite oder Homepage vorbei.

Morgen geht die Blogparade dann bei Sarah weiter, den gestrigen Beitrag findet ihr hier.

Viel Spaß mit den anderen Beiträgen zur Blogparade, die noch viele weitere Informationen bieten, und natürlich mit dem Buch :-)