Drei Fragen an Lektorinnen und Lektoren

(Alphabetisch geordnet nach Vornamen)

Janina Bartmann

Wer bin ich?
Ich bin 33 Jahre alt und aus Bremen, habe Soziologie, Gender Studies und Erziehungswissenschaften studiert. Seit einigen Jahren arbeite ich ehrenamtlich für ein lokales, frauenpolitisches Online-Magazin (frauenseiten.bremen.de) als Redakteurin, Lektorin, Admin und mehr. Meine Brötchen verdiene ich als wissenschaftliche Begleitung in einer Kita und nebenberuflich mache ich Online Communication, Webdesign und gebe hin und wieder Coachings zu Social Media und Internetkram generell. 
 
Meine Webseite:
 
1. Was macht für Sie ein wirklich gutes Buch aus?
Überraschungen und Unerwartetes. Ich liebe es außerdem ganz besonders, wenn die Autor/innen mit der Sprache spielen und die Worte zum Leben erwecken. So zum Beispiel Juli Zeh, Saša Stanišić im Buch „Wie der Soldat das Grammophon reparierte“, Zsuzsa Bánk...
 
2. Was ist das Schönste und im Gegenzug das Anstrengendste an Ihrem Beruf?
Ich darf so viele unterschiedliche Artikel lesen, so viele Themen, Einblicke, Gefühle und so viele Arten zu schreiben. Ich lerne dabei viel, das ist toll! Anstrengend ist es, wenn man immer wieder begründen muss, warum es bestimmte Regeln beim Schreiben gibt - warum darf der Titel nicht zu lang sein, was sollte die Einleitung beinhalten,...
 
3. Welche Wünsche haben Sie an Autoren?
Traut euch auch mal provokativ zu sein und Grenzen zu sprengen. Man muss und sollte nicht immer so schreiben, dass es allen gefällt und nie aneckt!

Matthias Kunstmann

 

Wer bin ich?

Lektor und Journalist mit der Agentur maximil: Wissen vermitteln – Werte darstellen – Welt gestalten
 
Netzpräsenz:
Mein Blog:
 
1. Was macht für Sie ein wirklich gutes Buch aus?
Ein wirklich gutes Buch bereichert die Welt mit einer ungewöhnlichen Darstellung oder einer besonderen Geschichte, lässt Erfahrungen nachvollziehen, verwertet die Möglichkeiten der Sprache in einem treffenden und auch schönen Stil – wobei es mich auf neue eigene Gedanken bringt, sodass das Lesen Folgen hat und ich mit dem Geschriebenen etwas anfangen kann.
 
2. Was ist das Schönste und im Gegenzug das Anstrengendste an Ihrem Beruf?
Im Lektorat freue ich mich, das Potenzial eines Manuskripts zu entwickeln und zusammen mit der Autorin oder dem Autor zu einem stimmigen Ergebnis zu kommen, das beeindruckt und bewegt. Besonders herausfordernd ist dabei, dass öfters zwischen den Zeilen und Wörtern gelesen werden muss, um das Gemeinte genau zu erkennen und entsprechend optimal zu formulieren. Hier wie sonst im Leben soll Kommunikation gelingen.
 
3. Welche Wünsche haben Sie an Autoren?
Was ich mir von den Autorinnen und Autoren wünsche, kann für sie selbst hilfreich sein, nämlich dass sie beim Schreiben zu klären versuchen: Warum schreibe ich dies? Wie unterscheidet sich mein Text von ähnlichen anderen? Was kann er den Leserinnen und Lesern geben?
 

Maria Zaffarana

Wer bin ich?
Kurz zu mir: Als Lektorin und Autorin verbringe ich seit nunmehr 22 Jahren mein Leben mit Büchern. Ich bin 42 und Mutter von zwei Mädchen. Habe Germanistik studiert. In Literaturwissenschaften promoviert und vor zwei Jahren mein Food-Magazin CarpeGusta.de ins Leben gerufen.
 
 
Als Lektorin bin ich hier zu finden: www.korrektoratlektorat.de
 

 

1. Was macht für Sie ein wirklich gutes Buch aus?

Ein gutes Buch muss leben! Von der Sprache, von der Handlung, vom Gefühl. Gern auch provokant sein und gierig machen auf mehr.

 

2. Was ist das Schönste und im Gegenzug das Anstrengendste an Ihrem Beruf?

Das Schönste ist, dass man sich stets neuen Herausforderungen stellen darf: Heute lektoriere ich eine wissenschaftliche Arbeit und morgen eine Fantasy-Geschichte oder eine anrührende Biografie. Ich weiß nie, was mich am nächsten Tag erwartet und erfreue mich an der Vielfalt der Literatur. Als wirklich anstrengend empfinde ich an meiner Arbeit daher nichts. Jeder Text muss individuell "erobert" werden und das mache ich mit zunehmender Wonne.

 

3. Welche Wünsche haben Sie an Autoren?

Eigentlich immer nur eins: mehr Mut zu Neuem und zur Andersartigkeit. Experimentiert mit Inhalten und Worten! Ich weiß, dass das derzeit nicht dem Mainstream entspricht. Dennoch plädiere ich ganz eindeutig dafür.