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Das Originalmärchen im Vergleich

Das Buch „Im Bann der zertanzten Schuhe“ von Janna Ruth basiert auf einem grimmschen Märchen ähnlichen Namens: „Die zertanzten Schuhe“.

 

Auch inhaltlich lassen sich viele Parallelen finden:

Im Original werden 12 Prinzessinnen jeden Abend in ihrem Schlafsaal eingeschlossen und können die Nacht eigentlich nur brav schlafend verbringen, glaubt ihr Vater, der König. Doch woher rühren dann die zertanzten Schuhe, die er jeden Morgen finden kann?

Er fordert alle Jünglinge des Landes auf, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Sollten sie es binnen dreier Nächte lösen, würden sie eine der Töchter zur Frau bekommen, ansonsten drohe der Tod. Nun, es sterben natürlich viele, bis letztlich ein Soldat auftaucht, der gerade zur rechten Zeit eine alte Frau trifft. Diese erzählt ihm, dass er vor seiner Prüfung auf keinen Fall den Wein trinken dürfe und schenkt ihm einen Mantel, mit dem er sich unsichtbar machen kann. So schafft er es, den jungen Frauen zu folgen und findet sich in einem unterirdischen Schloss samt Ballsaal wieder. Hier wird er Zeuge, wie die Mädchen auf jeweils einen Prinzen treffen, um mit ihm zu tanzen. Dreimal geht der Soldat mit in das Schloss, bis er die Prinzessinnen schließlich mit Hilfe glitzernder Zweige verrät und die älteste zur Frau nimmt. Die Prinzen jedoch werden verflucht und müssen weiterhin ihr unterirdisches Dasein fristen.

Wer das neue Buch schon gelesen hat, wird schon bei dieser kurzen Zusammenfassung viele Parallelen erkennen, aber dennoch gibt es, neben dem Umfang der Geschichte, auch ein paar Unterschiede.

 

Zum einen dreht sich die Variante von Janna Ruth nicht um 12 Prinzessinnen, sondern nur um eine Protagonistin: Um Sophie und ihre Tanzleidenschaft. Aber es ist tatsächlich so, dass sie im DeModie eine unterirdische Tanzfläche vorfindet und was noch wichtiger ist: Ihren Prinzen, der mitsamt seiner Brüder verflucht wurde und nicht an die Oberfläche kann. Ihr Vater ist es auch, der einen jungen Soldaten damit beauftragt, sie auszuspionieren. Dessen Rolle wird in dem aktuellen Buch jedoch noch viel weiter ausgeschmückt. Er ist nicht nur ein Soldat, sondern Jonas, ein junger Mann, der aus Afghanistan heimgekehrt ist und nun mit den ganzen gesehenen Grausamkeiten leben muss. Er kommt ebenfalls mit Hilfe eines Zaubermantels hinter Sophies Geheimnis, verliebt sich aber in sie und im Gegensatz zu dem grimmschen Soldaten verrät er sie nicht. Trotzdem ist er in großer Sorge, und auch er bricht glitzernde Zweige ab, um beweisen zu können, dass er vor Ort war.

In beiden Märchen spielt ein Getränk eine größere Rolle. Im Original wird Wein genutzt, um die Jünglinge einzuschläfern, bevor sie hinter das Geheimnis der Prinzessinnen kommen können. In der neueren Variante dient der Alkohol (oder auch Zaubertrank) eher dazu, Sophie aufzuputschen, damit sie die Nächte durchhält.

Wie die Mädchen im Original möchte auch Sophie nicht, dass ihr Geheimnis gelüftet wird, sie will ihrem Prinzen Luca helfen, koste es, was es wolle.

Aber dann kommt das Ende, und hier hadere ich gerade mit mir selbst: Im grimmschen Märchen ist das Ende doof. Für die Prinzessinnen, weil sie ihre Prinzen nicht mehr treffen können und für letztere erst recht, weil sie verflucht werden bzw. bleiben. Und dabei haben alle 24 eigentlich gar nichts falsch gemacht, so dass man nicht mal denken könnte: Ätsch, selbst Schuld!

In der Geschichte von Janna Ruth wird das Ganze jedoch anders gestaltet, und zwar viel schöner, in meinen Augen. Nur – das Ende möchte ich ja gar nicht verraten, wäre schade drum ;-)

Ich werde an dieser Stelle also aufhören, beide Märchen miteinander zu vergleichen und kann euch nur ans Herz legen, sie zu lesen. Die Märchen der Gebrüder Grimm lohnen sich sowieso immer und sind ja auch relativ kurz, und „Im Bann der zertanzten Schuhe“ kann ich ebenfalls aus vollem Herzen empfehlen. Mich hat es sehr berührt und beschäftigt.

Gewinnspiel

 

Wer die Chance auf ein signiertes Printbuch oder auf eines von drei Ebooks haben möchte, beantwortet bitte folgende Frage:

 

Gefallen dir auch Märchen ohne Happy End?

 

Du kannst auf jedem teilnehmenden Blog ein Los sammeln. 

Bitte beantworte die Frage im Kommentarbereich oder (falls das nicht funktioniert - die Technik spinnt manchmal) schicke sie an

 

mandelt@buchstaebliches.de

 

 

 

 

 

Das Kleingedruckte:

- Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungs- / Sorgeberechtigten
- keine Barauszahlung des Gewinns
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- Jede teilnahmeberechtigte Person darf 1x pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Das Gewinnspiel wird von der Autorin Janna Ruth organisiert.
- Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
- Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei der Autorin melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
- Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollen Umfang akzeptiert.

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Kommentare

  • jenny siebentaler (Montag, 26. Juni 2017 08:30)

    Ja tun sie auch denn nicht immer gibt es ein Happy End, nicht mal im wahren Leben immer -und alleine deswegen dies schon ein Buch ist was ganz anders ist und mich eben reizt auch lesen zu wollen, und dafür gerne mein Glück fürs Print versuche, da ich keine ebooks lesen kann und die auch nicht mag!

    VLG Jenny

    jspatchouly@gmail.com

  • Martina Lahm (Montag, 26. Juni 2017 09:38)

    Ich mag lieber Märchen mit Happy End.

    LG Martina

  • buechersalat (Montag, 26. Juni 2017 09:53)

    Huhu also ich muss sagen, dass mir gerade bei Märchen auch mal ohne Happyend gefällt. Schließlich ist das in der Realität auch so. Man kann nicht immer gewinnen. LG julia

  • karin, (Montag, 26. Juni 2017 14:11)

    Hallo und guten Tag,
    hm, schwierige Frage und eine ebenso schwierige Antwort, denn was heißt schon Märchen/Geschichte ohne Happy End?
    Ich glaube, genau wie im richtigen Leben gibt es nicht immer einen, guten Ausgang für alles und jedes...irgendwie muss man doch immer irgendwelche Kompromisse machen oder ?

    Und sich den besten oder möglicherweise auch gängigsten Weg für sein Leben schaffen...deshalb es geht auch mal ohne das große Glück für alles und jedes.

    LG..Karin...

  • Daniela Schiebeck (Montag, 26. Juni 2017 15:07)

    Nicht so wirklich, für mich müssen Märchen eigentlich immer ein Happy End haben.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  • Sabine Hacker-Wiechert (Montag, 26. Juni 2017 19:06)

    Bei Märchen erwarte ich ein Happy End.

  • Anna (Montag, 26. Juni 2017 19:57)

    Hallo,

    für mich gehört ein Happy End bei Märchen einfach dazu :-)

  • Mimi Sipek (Montag, 26. Juni 2017 22:57)

    Hallo
    Ich liiiebe Märchen, nicht nur Grimms Märchen <3
    Es gibt in allen Ländern dieser Welt wunder wunder wunderschöne Märchen....
    Die Idee diese neu & anders zu gestalten finde ich einfach herrlich 😍

    Nun zu Deiner Frage,
    es heisst ja nicht umsonst "das Leben schreibt die Besten Geschichten" & im wahren Leben gibt es leider auch viel zu selten ein echtes Happy End.....
    Ich mag auch Märchen die kein Happy End haben.....

    LG Mimi

  • Alena Fuchs (Dienstag, 27. Juni 2017 10:14)

    Hallo,
    also ich liebe einfach Märchen mit Happy End, lese aber auch welche ohne.
    Diese fand ich dann schon gut war aber trotzdem enttäuscht dass es kein HappyEnd gab.
    Lg
    Alena

  • SaBine K. (Dienstag, 27. Juni 2017 14:38)

    Hallo,

    ich finde Märchen auch schön, wenn sie kein happy End haben.

    LG
    SaBine

  • Carina koch (Dienstag, 27. Juni 2017 17:29)

    Hey!
    Ich finde es abwechslungsreich wenn es mal kein happy end hat :)

    Liebe grüße Carina

  • Alexandra Richter (Mittwoch, 28. Juni 2017 08:50)

    Nein eigentlich nicht, das Buch ist irgendwie dann nicht für mich fertig.

  • Klaudia (Mittwoch, 28. Juni 2017 11:45)

    Hallo :)

    Also ich bin ein großer Fan von Happy Ends, aber bei vielen Märchen ist ja doch immer etwas Tragisches, Dunkles dabei. Das stört mich eher selten, weil ich finde, dass es zur Zeit passt, in der sie geschrieben wurden. Deshalb habe ich tatsächlich viele Lieblingsmärchen, die eben kein Happy End aufweisen können, aber trotzdem sehr schön sind.

    Liebe Grüße,
    Klaudia

  • Andrea (Donnerstag, 29. Juni 2017 07:48)

    Hey :)

    Ich muss gestehen, dass mir Märchen mit Happy End lieber sind, aber es kann halt nicht alles ein Happy End haben.
    An sich stört es mich nicht.

    LG Andrea

  • Corina Lücke (Freitag, 30. Juni 2017 19:12)

    Märchen ohne Happy End gefallen mir gar nicht. Es muss nicht immer das erwartete Happy End sein, aber irgendetwas positives muss ich der Geschichte entnehmen können.

  • Tiffi2000 (Samstag, 01. Juli 2017 21:06)

    Hallo,

    ich finde, dass das Ende einfach zum Buch passen muss... und wenn es dann kein Happy End ist, ist das auch ok :)

    LG

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