Das Motiv der Erlösung im Märchen

Blogtour zu "Zarin Saltan" von Katherina Ushachov

Viele der uns bekannten Märchen werden zur Gruppe der Erlösungsmärchen gezählt, und auch die Zarin, um die es bei dieser Blogtour hauptsächlich geht, gehört dazu. Hier ist es die Protagonistin Anna, die erlöst werden muss, und natürlich geschieht dies ganz märchentypisch. Wenn ihr mehr zu dem Buch wissen möchtet, schaut euch gerne hier die Rezension dazu an.

Aber auch bei den klassichen, alten Märchen findet sich oft das Motiv der Erlösung. Zu nennen wären da zum Beispiel „Die sieben Raben“, die ja nicht dauerhaft Raben bleiben möchten. (Auch zu diesem Originalmärchen gibt es übrigens eine Adaption der Märchenspinnerei, siehe hier).

"Die 12 Schwäne" fallen ebenfalls in diese Kategorie.

Weiterhin zählt zu den Erlösungsmärchen „Brüderchen und Schwesterchen“, ist es doch das Brüderchen, das verzaubert und wieder erlöst werden soll.

Ganz bekannt ist natürlich auch Dornröschen und ihr 100jähriger Schlaf, aus dem sie erweckt wird.

Typisch für diese Art von Märchen ist eben das Thema der Erlösung, meistens werden die Protagonisten verzaubert oder sonst irgendwie magisch gebannt und müssen mit Hilfe von außen diesen Zauber lösen. Ganz oft spielt die Liebe dabei eine Rolle, sei es vom berühmten Prinzen mit dem weißen Pferd (oder auch ohne Pferd ;-)) oder auch von nahen Verwandten. Am Ende dieses Prozesses steht dann die Wieder-Menschwerdung und oft auch ein glücklicheres Leben als zuvor.

 

Der Grund der Verwünschung wird dabei häufig gar nicht erwähnt, wichtig ist nur, dass der Mensch als hilfsbedürftig erscheint und ihm diese Hilfe gewährt wird. Manchmal sind es auch tote Helfer, die hier wirken, man denke zum Beipiel an Aschenputtel - in manchen Varianten ist es ihre verstorbene leibliche Mutter, die ihrem Kind zum Glück verhelfen will, indem sie es von der Stieffamilie befreit.

 

Schön ist, und das liebe ich an Märchen, dass diese Erlösung auch tatsächlich meistens gelingt. Nicht alle Märchen gehen gut aus, aber die meisten, und das sind mir persönlich die liebsten. Vielleicht warten wir ja alle manchmal ein bisschen auf Erlösung ;-)

 

 

Gewinnspiel

 

Im Zuge dieser Blogtour verlost die Autorin drei Ebooks der "Zarin Saltan".  Wer ein Los ergattern möchte, beantwortet bitte folgende Frage im Kommentarbereich:

 

Welches ist Dein liebstes Erlösungsmärchen?

 

(Einsendeschluss ist am Ende der Blogtour, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden auf den Blogs bekanntgegeben.)

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Kommentare

  • Anne (Mittwoch, 15. November 2017 15:56)

    Am liebsten mag ich eigentlich Die Schöne und das Biest... wobei mir allerdings die Erlösung (er wird wieder ein hübscher Prinz) ironischerweise eigentlich gar nicht so gefällt und ich finde, dass das Märchen dadurch am Schluss eigentlich doch wieder oberflächlich wird. (Ähnlich auch Das singende klingende Bäumchen...)

  • Grit Stange (Mittwoch, 15. November 2017 23:27)

    "Die zwei Brüder" aus der Märchensammlung der Brüder Grimm, hier gibt es gleich mehrfache Erlösung - und natürlich ein gutes Ende.

  • Manuela Schäller (Samstag, 18. November 2017 15:26)

    Hallöchen,
    mein liebstes Märchen und natürlich wird auch jemand erlöst (ich hoffe es zählt unter Erlösungsmärchen) ist Achenputtel.
    LG Manu

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