Ricarda Konrad

In den Schatten der Vergangenheit

 

 

Rezension:

 

Caro hat die Nase voll. Von Deutschland, von ihrem Exmann und auch von dem Rest ihrer Familie. Es kommt ihr also gerade Recht, dass ihre Tante Molly ihr ein kleines Cottage in Irland vererbt hat, und so macht sie sich kurzerhand auf den Weg und beschließt, ihr Leben neu zu beginnen.

Schnell lernt sie ihre Nachbarn kennen und schätzen, insbesondere Damian erweist sich als guter Freund. Oder sollte sogar mehr als eine Freundschaft dahinter stecken? Dieser Frage mögen sich beide erst mal nicht stellen, stattdessen stolpern sie über einen Stapel gut versteckter mysteriöser Briefe. Diese beschreiben eine Vergangenheit Mollys, von der Caro nichts weiß und die auch mehr Rätsel als Aufklärendes bietet. Spätestens nach einem Knochenfund im Garten wird das Ganze endgültig unheimlich, und mit Hilfe der Dorfbewohner stellt sich Caro den Schatten in ihrer Vergangenheit.

 

Die Autorin hat in diesem Buch ihre Liebe zu Irland verewigt, und dies schwingt in jeder Zeile mit. Es fällt leicht, sich die grüne Insel mit all ihren Verschrobenheiten und Eigenarten vorzustellen, insbesondere das kleine Dorf Affordshire, in dem die Geschichte angesiedelt ist. Ricarda Konrad versteht es, die Landschaften mit ihren Worten anschaulich nachzuzeichnen.

 

Noch deutlicher hat sie die Bewohner des Landes ausgearbeitet.

Die Protagonistin wirkt sympathisch und erscheint trotz ihres verkorksten Elternhauses als starke Frau. Die Darstellung der Einheimischen hat mir jedoch noch besser gefallen. Verschroben, schrullig und überaus herzlich, jeder auf seine Art besonders und originell. Mit manch Einem hätte ich gerne am Tisch gesessen und mich unterhalten.

Nebenbei lässt die Autorin auch noch ein paar typisch irische Traditionen einfließen, beispielsweise das Einweihungsfest, welches Caro für ihre Nachbarn (nicht ganz freiwillig) veranstaltet.

 

Der Plot der Geschichte ist logisch und nachvollziehbar, es bleibt bis zum Schluss spannend und die Auflösung war so nicht vorauszusehen. Das Ende insgesamt hat mir ebenfalls gut gefallen und hinterlässt einen runden Gesamteindruck.

 

Der Schreibstil ist ohne Stolperfallen und Schwierigkeiten, die Geschichte ist angenehm zu lesen und das gesamte Buch wirkt souverän.

Freunde von Familien- und Liebesgeschichten können hier gut zugreifen und sollten nicht enttäuscht werden.

 

Blogtour:

Tag 3: Die kleine Dame und das Dorf - Integration in das Dorfleben

Von Sabrina habt ihr ja schon Einiges über das Buch erfahren und bei Franziska gab es einige Informationen über Irland im Allgemeinen und das kleine Dörfchen Affordshire im Besonderen. Hier spielt nämlich die Geschichte um Caro, die hier ein kleines Cottage von ihrer Großtante Molly geerbt hat.

Wie aber schafft man es, in einem wirklich kleinen Dorf Anschluß zu finden?

Die Bewohner kennen sich mit Sicherheit alle. Und jeder Zugezogene wird beäugt und genaustens unter die Lupe genommen. Ob dieser letztendlich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wird, liegt dann in erster Linie an ihm selbst.

Caro jedenfalls, besagte Protagonistin des Buches, hat es definitiv geschafft und so schwer war es scheinbar gar nicht.

Ihr kam dabei auf jeden Fall zugute, dass sie offen und freundlich auf die Menschen zugegegangen ist. Sie hat die ersten Nächte im ortsansässigen Pub geschlafen und sich schnell mit den Besitzern angefreundet. Wichtig ist sicherlich, von sich aus den Kontakt zu suchen. In ihrem Fall hat es am Besten funktioniert, in dem sie zuerst zu etwa Gleichaltrigen Kontakt geknüpft hat, die älteren Bewohner mögen vielleicht noch etwas misstrauischer Neuen gegenüber sein.

Die erste Zusammenkunft mit Damian dagegen war eigentlich eher suboptimal, hat sie doch gleich eine Beule in sein Auto gefahren, weil sie durch eine Schafherde abgelenkt war. Trotzdem hat sich bei den Beiden schnell eine Freundschaft entwickelt, vielleicht sogar mehr ...

Diese Freundschaft war für Caro auch eine Art Eintrittskarte zu den Herzen der anderen Dorfbewohner, es ist schon leichter, Menschen kennenzulernen, wenn man von einem Einheimischen "eingeführt" wird. Aber auch hier gilt wieder: Freundlich und offen sein muss man schon selbst.

Die letzten Zweifler überzeugt sie schließlich mit einer traditionellne Einweihungsfeier, zu der das ganze Dorf geladen ist und gerne kommt. Es ist also auch sinnvoll, sich über die dortigen Sitten und Gebräuche zu informieren und das ein oder andere davon zu übernehmen.

Ziemlich schnell hat sie so gute Freunde gefunden, auf die sie jederzeit zählen kann.

Das, was Caro gemacht hat, funktioniert so ähnlich sicherlich auch in kleinen, deutschen Dörfern. Freundlich und offen auf die Menschen zugehen, Dorfveranstaltungen und Vereine besuchen, Interesse zeigen und der Rest findet sich relativ schnell.

Natürlich kann es manchmal passieren, dass die Nachbarn mehr wissen, als man selbst, aber meistens klärt sich so etwas schnell auf oder gerät wieder in Vergessenheit, weil anderer Dorftratsch die Oberhand bekommt.

 

Ich persönlich bin ja nun auch ein echtes Landei, und würd nun von euch gerne wissen: Stadt oder Land als bevorzugterLebensmittelpunkt?

Hallo ihr Lieben,


leider ist unsere Tour zu "In den Schatten der Vergangenheit" von Ricarda Konrad schon wieder zu Ende, aber wir möchten uns herzlichen bei euch für euer Interesse und eure zahlreiche Teilnahme bedanken. Wir hoffen, dass es euch genausoviel Spaß gemacht hat wie uns und freuen uns schon auf die nächste Tour mit euch.

Vorher haben wir aber natürlich auch noch ein paar Gewinner für euch.
Jeweils 1 Taschenbuch geht an:

 

Daniela Schiebeck
karin
Anni Oettershagen

 

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schickt eure Adresse bis 25.9. per Mail an contact@spreadandread.de, damit ihr euren Gewinn erhalten könnt.

Einen schönen Start in die neue Woche und bis zum nächsten Mal
euer
Tourteam

Gewinnspiel

Es gibt drei Taschenbücher dieser schönen Geschichte zu gewinnen. Wer eine Chance darauf haben möchte, liest bitte hier die Teilnahmebedingungen und beantwortet folgende Frage im Kommentarbereich:

 

Wenn du völlig freie Wahl hättest, würdest du lieber auf dem Land oder in der Stadt leben und warum?

 

Das Gewinnspiel endet am 18.9. um 23:59 Uhr.

 

 

Blogplan

 

Tag 1: Buchvorstellung http://www.sabrinaslesetraeume.de/2016/09/14/blogtour-im-schatten-der-vergangenheit-von-ricarda-konrad/

 

Tag 2: Irland und Affordshire http://buechertatzen.de/2016/09/blogtour-schatten-der-vergangenheit-tag-2/

 

Tag 3: Hier seid ihr gerade :-)

 

Tag 4: Auf den Spuren der Vergangenheit http://www.vielleserin.de/

 

Tag 5: Interview http://www.booklady.de/

 

Kommentare

Diskussion geschlossen
  • Jenny Siebentaler (Freitag, 16. September 2016 08:27)

    Morgen schön :-)

    Ohne Lange zu überlegen sage ich immer wieder ich gehöre aufs Land!
    Und wenn ich neu anfangen könnte mein leben zu gestalten würde es mich nach Schottland oder Irland ziehen denn irgend wie fühle ich mich schon Jahre lang damit verbunden und ich hoffe auch es einmal
    in meinem Leben dorthin zu schaffen.

    VLG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

  • Verena Hotstegs (Freitag, 16. September 2016 15:52)

    Definitiv bin ich auch eher ein Landkind. Ich fand es früher immer toll in Nachbars Obstgarten in den Bäumen umherzuklettern oder mit dem Fahrrad durch Pfützen zu fahren und sich die Hosenbeine dabei
    einzusauen. (Das kann man sicher auch in der Stadt, aber früher, also vor 20-25 Jahren fuhren noch nicht so viele Autos auf der Straße rum...) Außerdem habe ich es geliebt den Duft von frisch
    gemähtem Gras und durchaus auch den Schweine- oder Kuhstallgeruch unserer direkten Nachbarn in der Nase zu haben. Und immer diese Überraschungen am frühen Morgen, da wurde man manchmal einfach nicht
    vom Hahn, sondern von der frisch eingetroffenen Schafsherde geweckt... :-)

  • Margareta Gebhardt (Freitag, 16. September 2016 18:10)

    Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag. Ich lebe auf dem Land und ich kann mir nicht vorstellen zu leben in der Stadt.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

  • Daniela Schiebeck (Freitag, 16. September 2016 22:43)

    Ich würde dann lieber auf dem Land leben, wegen der schönen Luft und Ruhe.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  • Tiffi2000 (Sonntag, 18. September 2016 10:32)

    Hallo,

    also ich lebe sehr gerne auf dem Land, da ich den Zusammenhalt dort sehr mag... ich finde es aber auch schön, mal in einer größeren Stadt zu leben, da dort einfach mehr geboten ist ;)

  • karin (Sonntag, 18. September 2016 12:05)

    Huhu,

    keine Frage ich bin von der Großstadt aufs Land gezogen und ganz bewusst....

    Deshalb klar Land, weil besser für meine Familie gewesen ist.

    LG..Karin...

  • Lili (Sonntag, 18. September 2016 20:29)

    Hallo,
    ich bin ein Stadtmensch. Je größer desto besser :)

    LG

  • Sarina Ziemann (Sonntag, 18. September 2016 20:30)

    Ich bin schon eher ländlich aufgewachsen.. die Großstadt ist mir zu unruhig und dreckig.. ich liebe die Ruhe.. auch, wenn es manchmal ganz schön langweilig ist, wenn man mal feiern gehen will.. aber
    da findet man immer einen Weg, wenn man will :D

    Liebe Grüße
    Sarina

  • karin, (Montag, 19. September 2016 16:37)

    Hallo und guten Tag,

    herzlichen Dank, dass ich zu den Gewinnerinnen dieser Blogtour gehören darf......

    herzliche Glückwünsche auch an meine beiden Mitgewinnerinnen

    LG..Karin...